
Kalorien sind ein Startpunkt. Entscheidend sind Körperkondition, Gewichtsverlauf, Lebensphase und die tatsächliche Reaktion des Hundes.
Die Fütterungstabelle ist nur ein Ausgangswert
Herstellerangaben decken sehr unterschiedliche Hunde ab. Kastrationsstatus, Aktivität, Alter, Klima, Körperzusammensetzung und individueller Stoffwechsel verändern den tatsächlichen Bedarf. Deshalb sollte die gefütterte Menge gemessen und der Verlauf beobachtet werden.
Messen Sie, was wirklich gefüttert wird
Eine Küchenwaage ist meist genauer als ein Messbecher. Rechnen Sie Leckerli, Kauartikel, Zahnpflegeprodukte und Trainingsfutter mit ein. Gerade energiereiche Snacks können trotz kleiner Menge einen erheblichen Anteil der Tageskalorien ausmachen.
Körperkondition ist wichtiger als ein pauschales Idealgewicht
Bei vielen gesunden Hunden sollten die Rippen mit leichtem Druck tastbar und von oben eine Taille erkennbar sein. Fell und Körperbau können die Einschätzung jedoch erschweren. Lassen Sie sich in der Tierarztpraxis zeigen, wie ein Body-Condition-Score beurteilt wird.
Welpen sind keine kleinen Erwachsenen
Wachstum erfordert eine passende Nährstoffbalance. Besonders bei groß werdenden Rassen sind Wachstumstempo und Mineralstoffversorgung wichtig. Selbst zusammengestellte Wachstumsrationen sollten fachlich formuliert werden.
Nach Verlauf anpassen, nicht nach einem einzelnen Tag
Wiegen Sie regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen und verändern Sie Portionen in kleinen Schritten. Unerwartete Zu- oder Abnahme, extremer Hunger, Verdauungsprobleme oder bekannte Erkrankungen sollten tierärztlich abgeklärt werden, bevor die Kalorien stark reduziert werden.