
Praktische Orientierung, um Beobachten von Situationen zu unterscheiden, die unverzüglich tierärztlich abgeklärt werden müssen.
Atmung, Bewusstsein und Kreislauf haben Vorrang
Ausgeprägte Atemnot, Kollaps, Bewusstlosigkeit, nicht zu stoppende Blutungen oder blau, grau beziehungsweise extrem blass wirkendes Zahnfleisch sind Notfallzeichen. Versuchen Sie in dieser Situation nicht, online eine Diagnose zu finden. Rufen Sie eine Tierarztpraxis oder Klinik an, schildern Sie die Beobachtungen genau und folgen Sie den Transporthinweisen.
Aufgeblähter Bauch und erfolgloses Würgen
Ein schnell größer werdender, gespannter oder schmerzhafter Bauch in Verbindung mit wiederholtem Würgen, bei dem kaum oder nichts erbrochen wird, kann zu einer Magendrehung passen. Das ist ein echter Notfall. Halten Sie den Hund möglichst ruhig und fahren Sie ohne Verzögerung in eine geeignete Tierklinik.
Erbrechen und Durchfall brauchen Kontext
Ein einmaliges mildes Ereignis bei einem sonst munteren erwachsenen Hund ist etwas anderes als wiederholtes Erbrechen, Blut, starke Bauchschmerzen, deutliche Schwäche oder die Unfähigkeit, Wasser bei sich zu behalten. Welpen, Senioren und chronisch kranke Hunde sollten früher tierärztlich beurteilt werden.
Giftstoffe und verschluckte Gegenstände
Medikamente, Xylit, Trauben oder Rosinen, Schokolade, Frostschutzmittel, Rattengift, Batterien, Socken, Maiskolben und andere Gegenstände können schnelles Handeln erfordern. Bewahren Sie Verpackungen auf, schätzen Sie Menge und Zeitpunkt und kontaktieren Sie eine Tierarztpraxis oder Giftnotrufstelle für Tiere. Lösen Sie Erbrechen nur auf ausdrückliche fachliche Anweisung aus.
Diese Angaben helfen beim Telefonat
Notieren Sie Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, Medikamente, Beginn der Symptome, Anzahl der Episoden, Appetit, Trinkverhalten, Urin, Kot und mögliche Expositionen. Fotos von Erbrochenem, Kot, Verletzungen oder Produktverpackungen können die Einschätzung erleichtern.